SPÄHER IM BERG-ODANGAU

CHRISTLICHE PFADFINDERSCHAFT DEUTSCHLAND E.V.

Einheit in Vielfalt

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Der Turmbau zu Babel nach Peter Bruegel d. Ä. aus dem Jahr 1563

Wenn man ein wenig in Genesis herumstöbert, passiert es schnell, dass man eine kurze, aber wesentliche Geschichte überblättert : Den Turmbau zu Babel, dessen Erzählung aus nur 9 Versen sich zwischen verschiedenen Abstammungstafeln versteckt. Es handelt sich hierbei vermutlich um eine der bekanntesten alttestamentlichen Überlieferungen und ein Motiv, dass immer wieder in Kunst und Literatur aufgegriffen und neu interpretiert wurde. 

Auf gewisse Art und Weise ergänzt und vervollständigt diese Erzählung von Gottes Wirken die Schöpfungsgeschichte, die wir einige Kapitel vorher finden. Hier wird berichtet, wie nach Gottes Willen zwei Wesen geschaffen werden, die gleichwertig sind und dennoch nicht gleich, sondern sich in Gemeinschaft ergänzen. In ihrer Einzigartigkeit kommt ihr Wert füreinander zur Geltung. 

Diese Schöpfung offenbart uns bereits, dass Gottes Wille für das Leben Vielfältigkeit ist: Gott schuf nicht alle Menschen gleich, sondern gleichwertig aber einzigartig. Ebenso schuf er diverse Pflanzen und eine Vielzahl an Tierarten, die gemeinsam mit dem Menschen die Sintflut überdauern sollten. Eine bewusste Entscheidung für und eine starke Bejahung von Unterschiedlichkeit seinerseits. 

Es war so, dass die ganze Erde eine einheitliche Sprechweise und übereinstimmende Worte hatte. Da geschah es, als sie von Osten aufbrachen, dass sie eine Ebene im Lande Schinar fanden und sich dort niederließen. Und sie sprachen, ein Mensch zu seinem Mitmenschen: »Wohlan! Wir wollen Lehmziegel ziegeln und im Brand brennen!« Und der Ziegel diente ihnen als Stein, und das Erdpech diente ihnen als Mörtel. Und sie sprachen: »Wohlan! Wir wollen uns Stadt und Turm bauen, und seine Spitze soll himmelhoch sein. So wollen wir uns einen Namen machen, dass wir uns nicht zerstreuen über die ganze Erdfläche!« Da stieg Adonaj hinab, um die Stadt und den Turm zu besehen, die die Menschen bauten. Und Adonaj sprach: »Ja, ein Volk sind sie und eine einheitliche Sprechweise haben sie alle – und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Und nun: Nichts wird ihnen unausführbar bleiben, was immer sie sich zu tun vornehmen. Wohlan! Wir wollen hinabsteigen und dort ihre Rede durcheinander bringen, dass kein Mensch mehr die Rede der Mitmenschen versteht.« Da zerstreute Adonaj sie von dort über die ganze Erdfläche, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen. Von daher nennt man ihren Namen Babel, ›Durcheinander‹, dort hat ja Adonaj die Sprechweise der ganzen Erde durcheinander gebracht, und von dort hat Adonaj sie über die ganze Erdfläche zerstreut. 

Genesis 11 (Bibel in gerechter Sprache)

Der Text, auf den sich diese Andacht konzentriert, über den Turmbaum zu Babel, offenbart diesen Willen erneut und erklärt ferner, woher die Unterschiedlichkeit zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen auf der Erde stammt: Die Geschichte setzt dazu an einer Stelle an, an der die gesamte Menschheit aus einer einzigen Familie besteht – die Familie, die auf Adam und Eva zurückgeht, die Nachfahren von Noah und seinen Söhnen. 

Sie stellt in der biblischen Überlieferung die gesamte Menschheit dar, vereint durch eine einzige Sprache. Die Familie lässt sich nieder und mit dieser vereinenden Sprache als Brücke und Werkzeug streben sie bald Großen an: Einen Turm zu bauen, der bis in den Himmel ragt, und ein Monument des Zusammenhalts darstellen soll. 

Doch dieses Vorhaben lässt Gott nicht zu. Stattdessen scheint es sein Wille zu sein, die Menschen auseinanderzutreiben. Und hier stellt sich die Frage „wieso?“ Will Gott nicht Zusammenhalt und Harmonie zwischen Menschen ? Gott selbst sagt, dass nichts von ihren Vorhaben unmöglich ist – wieso will Gott statt Gemeinschaft Isolierung, statt Stärke Einsamkeit? Wieso will Gott die Menschen auseinandertreiben? 

Die traditionelle Interpretation dieser Geschichte ist, dass die Sprachverwirrung und die Teilung der Völker die Strafe für die Überheblichkeit der Menschen ist, eine Zurechtweisung derjenigen, die sich anmaßen nicht nur Gottes Ebenbild zu sein, sondern danach streben, Gott selbst zu sein und wie er einen Sitz im Himmel zu haben. Ist dies nicht eindeutig ein weiterer (diesmal kollektiver) Sündenfall, die sich nahtlos an die vorigen Verfehlungsgeschichten wie etwa Evas Verführung, Kains Brudermord und Noahs Blöße anschließt? 

Dieser Aspekt ist nicht zu vernachlässigen, doch in dieser Geschichte steckt mehr als das Treiben eines rachsüchtigen Wesens. Viel mehr steckt darin die Verwirklichung von Gottes schöpferischen Absicht eine vielfältige Menschheit zu schaffen. Gott beabsichtigt, dass die Menschen sich auf der Erde verbreiten. Er will nicht nur, dass der Mensch sich vermehrt. Er fordert seine Diversität heraus.   

Wenn man sich das anhört, mag dies wie eine eher gewagte These wirken : Ist da nicht viel zu viel Interpretation dabei ? Lesen wir nicht das in den Text hinein, was wir dort sehen wollen ? Was veranlasst, von der klassischen Interpretation abzuweichen? 

Schauen wir uns den Turmbau einmal genauer an : Im Herzen dieser Geschichte steckt ein Wunder. Gottes Reaktion auf das Handeln der Menschen ist nicht grausam oder blutig. Im Gegensatz zu vielen alttestamentlichen Bibelstellen müssen wir uns hier nicht mit der Theodizee-Frage herumschlagen. Gott entscheidet sich bewusst dagegen, ein weiteres Mal Leben zu nehmen. Er löst das Versprechen ein, dass er nach der Flut mit einem bunten Regenbogen an den Himmel gemalt hat: Das menschliche Leben zu erhalten und sein Heil zu verwirklichen. 

Gottes Entwurf für das Leben ist Vielfalt. Wie können wir dem sicher sein? Mit einem Blick in die Vergangenheit schildert die Bibel, wie Gott in mehreren Schritten gerade diese Vielfalt schafft. Gott erzwingt diese Vielfalt geradezu, obwohl die Menschheit dem widerstrebt. Und ein Blick in die Zukunft verrät uns, dass es Gottes Entwurf vorsieht, diese Vielfalt zu erhalten: In seiner Offenbarung beschreibt Johannes, wie die gesamte Menschheit Gott lobt – er nennt die verschiedenen Völker und deren diverse Sprachen. Die Diversität, die seit Menschheitsbeginn entstanden ist, bleibt auch zu Endzeiten. 

Doch heißt das, dass Gott keine Einheit der Menschheit will? Ist das nicht widersprüchlich? Nein! Gott will Gemeinschaft, Harmonie, Einheit. Er will nur keine Gemeinschaft in Rebellion gegen ihn. 

Er schuf nicht alle Menschen gleich, sondern schuf sie gleichwertig und einzigartig. Das Ziel dieser Einzigartigkeit ist Einheit. Einheit, die auf genau diesen komplementären Charakter von Menschen baut. Einheit, die zum Beispiel durch die eheliche Vereinigung eine sichtbare Gestalt annimmt. Einheit, die wie Gott selbst sagt, eine Unendlichkeit an Möglichkeiten eröffnet. Gott will Einheit unter der überwältigenden Vielfalt an Menschen. Davon zeugt das Wunder von Pfingsten, das die Sprachverwirrung von Babel nach tausenden von Jahren wieder rückgängig macht: Was die ersten Jünger Jesu predigen, das bringt die Menschen zusammen und die Hindernisse zwischen Menschen, die verschiedene Sprachen mit sich bringen, verschwinden durch Gottes Wirken wie von allein. 

Und genau eine solche Einheit bringt uns Jesus Christus. Sein Opfer versöhnt alle Menschen in Gott. Von dieser Einheit berichten die neutestamentlichen Schriften. Gott lädt uns alle ein zu seinem Fest, denn er will eine Einheit in Christus, eine Gemeinschaft, in der jeder seinen Platz hat und sich einbringt, wie Glieder an einem Körper mit unterschiedlichen Funktionen, jeder von einander abhängig und unentbehrlich. Jeder gleichwertig, aber einzigartig. 

„Wir wollen die wahre Lebensfreude finden“ – Ein Gedankenimpuls

Wohin gehst Du?

veröffentlicht in The Writings of St. Maximilian Maria Kolbe Volume II von Nerbini International (2016)

Brieftasche, Kreditkarte, Bargeld
Wohin gehst du im Laufe deines Lebens? Jeden Tag, jede Stunde handelst du, denkst du, sagst du  immer etwas. Zu welchem Zweck? Die Wahrheit ist, dass du nach etwas strebst, entweder näher oder weiter weg. Und ihr strebt danach, weil ihr hofft, dass es euch einen Hauch von Glück bringen kann. Ein solches Streben nach Glück ist so natürlich, dass kein Mensch auf der Welt existiert, der sich nicht nach Glück sehnt. Allein aus diesem Grund horten die Menschen Geld, suchen Ruhm und Vergnügen, um Glück zu finden. Ist es nicht wahr, dass du an allen Orten und in allen Dingen auf dieser Erde immer nach Glück gesucht hast? Weiterlesen

Die Christliche Pfadfinderschaft vom Nationalsozialismus bis zu den Grundsätzen von Rieneck (1933-1962)

Die Christliche Pfadfinderschaft im Nationalsozialismus (1933-1945)

Mit dem Aufkeimen des Nationalsozialismus und der „Machtübernahme“ 1933 kam die Bündische Jugendbewegung in eine zunehmend schwierigere Lage und schließlich zum Erliegen. Die Bünde und Verbände waren von der „Gleichschaltung“, also der Überführung in nationalsozialistische Organisationen wie der Hitlerjugend (HJ) oder dem Bund Deutscher Mädel (BDM), oder Verboten bedroht. Das selbe galt auch für die Evangelische Jugend (EJ) mit ihren Pfadfinder*innen.

Zur Integration in nationalsozialistische Strukturen kam es bereits im folgenden Jahr: 1934 wurde die Arbeit mit Minderjähirgen verboten. Somit durften nur noch Erwachsene bzw. Kreuzpfadfinder*innen aktiv bleiben. In dieser Zeit gewannen Gottesdienste, die von Anhängern der Bekennenden Kirche gehalten wurden, auch für Jugendliche an Bedeutung. Diese Jugendgottesdienste stellten als politisches Bekenntnis ohne „aktiven“ Widerstand eine Herausforderung für die Hitlerjugend dar, besonder dort, wo diese zahlenmäßig unterlegen waren.

Kitzingen am Main, Bayern (Stahlstich um 1845)

Kitzingen am Main, Bayern (Stahlstich um 1845)

Ein Beispiel aus der Geschichte

In Kitzingen, wo es mehr Bündische Jugend als BDM- und HJ-Angehörige gab, wurde die Eingliederung der evangelischen Pfadfinder*innen 1934 in Rahmen eines Gottesdienstes vollzogen. Die NS-Verantwortlichen befürworteten dieses Vorgehen, um Eskalationen vorzubeugen. Die Predigt hielt der Kitzinger Pfarrer Herrmann Schlier, Angehöriger der Bekennenden Kirche. Mit wehenden Fahnen und Bannern zogen die Pfadfinder zur Kirche, rollten die Banner ein und gingen schweigend hinein. Sie waren in der Überzahl und die HJ und der BDM, die beide im Gottesdienst anwesend waren, ertrugen das Geschehen mit zusammengebissenen Zähnen. Im Anschluss an den Gottesdienst besprachen sich die Führer*innen und Führer im Pfadfinderheim, wo die Banner verborgen werden sollten.

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„Wir wollen Volk und Staat dienen“ – Über Volksverhetzung, Patriotismus und Leitkultur

Ich glaube es gibt keine Formulierung im Späherziel, mit der ich zunächst selbst weniger anfangen konnte als mit folgendem Punkt:

„Wir wollen in Verbundenheit zu Heimat und Kultur beides zu erhalten trachten, aller Volksverhetzung wehren, Verantwortung für die Gesellschaft mittragen und deshalb Volk und Staat dienen.“

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich mich auf dem Bundeslager 2012 mit 17 Jahren mit dem damaligen Späherbeauftragten in seiner Hängematte unterhielt und ihn fragte, was in aller Welt damit gemeint sein sollte. Als chronischer Weltenbummler war der Begriff „Heimat“ mir fremd und „Volk und Staat dienen“ war gerade zu verdächtig in in gefärbt. Sein Antwort war so einfach wie banal: „Wählen“. Tatsächlich standen im folgenden Jahren auch zum ersten Mal Bundestagswahlen an und nach einem obligatorischen Wahl-o-Mat Besuch setzte ich meine schlecht informierten Kreuze. Angesichts der Tatsache, dass die Bundestagsparteien damals schon kaum Profile hatten und die rechten Populisten noch nicht eingezogen waren, konnte man auch nicht besonders viel falsch machen. Dennoch war ich mit der kurzen Antwort nicht befriedigt. Immerhin stand dort nicht „wählen“, sondern „Volksverhetzung wehren“ und „Volk und Staat dienen“. Was konnte damit denn nun wirklich gemeint sein?  Weiterlesen

Rückblick auf den Späherkurs 2018

Wir pflügen, und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand:
der tut mit leisem Wehen sich mild und heimlich auf und träuft, wenn heim wir gehen, Wuchs und Gedeihen drauf.

– Matthias Claudius 1783

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Am Wochenende vom 23.-25. November hat auf der Horst der diesjährige Späherkurs der Landesmark West auf der Horst stattgefunden.  Insgesamt gab es 9 Teilnehmende aus 6 verschiendenen Gruppierungen mit einer Altersspanne von 16 bis über 30 Jahren, darunter ein bereits als Späher aufgenommenes CPD-Mitglied. Als Kursleitung war es dementsprechend schwierig, die Bedürfnisse einer so diversen Gruppe zu erfüllen. Weiterlesen

Lebensfragen-Spiel zum Späherziel

Für den Späherkurs auf dem Landesmarkpfingstlager 2018 wurde im Stil der Lebensfragen-Spiele folgende Kopiervorlage erstellt. Dabei handelt es sich um Fragen zur Selbstreflexion oder als Gesprächsgrundlage, die einzelne Aspekte des Späherziels thematisieren. Die Datei findet ihr über diesen Link zum Download als PDf: Impulsspiel

Viel Spaß beim Spielen und Reden!

Das innere Kind bewahren

Diese Andacht wurde im Rahmen der Späheraufnahmen am Mittwoch Abend auf dem Pfingstlager 2018 gehalten und orientierte sich an den im Vorfeld geführten Spähergesprächen.

Kinder fragen Gott:

Hast du auch eine Mutter, die sich in die Arme nimmt? Bist du verliebt? Wie war es, als du ein Kind warst? Bist du der einzige Gott? Wer hat dich gemacht? Was war vor der Zeit? Warum hast du die Erde geschaffen? Warum gibt es verschiedene Sprachen? Wie schaffst du es, dass eine Fliege fliegen kann und so ein winziges Herz hat? Wer macht die Tage und sind sie irgendwann alle? Warum lässt du manche Menschen behindert auf die Welt kommen? Warum lässt du den Krieg nicht Frieden werden? Liebst du auch Mörder und Diebe? Warum werden manche Menschen krank und nicht mehr gesund? Hast du nicht alle Kinder gleich lieb? Hat der Schutzengel nicht aufgepasst? Wieso hast du zugelassen, dass meine Katze überfahren wurde? Wie ist das, wenn man tot ist? Gibt es dich wirklich? Ich kann dich nicht sehen. Wie sieht es im Himmel aus? Hast du so viel zu tun und deshalb keine Zeit für mich? Bist du böse auf mich? Tut Gott heute noch Wunder? Wer bin ich und wer darf ich sein? 

Fragen von Kindern an Gott beschäftigen sich mit der Existenz und der Existenzweise Gottes, mit dem Leben und Sterben, mit der Welt, mit Leid, Sinn und Gerechtigkeit. Es gehört zum Wesen der Kinder, dass sie mit Offenheit und Neugier die Welt erkunden. Sie stellen Fragen über Fragen. Weiterlesen

„Christen der Tat, an Gott gebunden, dem Nächsten zum Dienst“

Diese Andacht wurde im Rahmen der Späheraufnahmen am Samstag Abend auf dem Pfingstlager 2018 zum Thema „Dienen“ gehalten und orientierte sich an den im Vorfeld geführten Spähergesprächen.

Die Diakonie, wie wir sie heute kennen, entstand als Antwort auf die sozialen Probleme in Deutschland während der Industrialisierung. Damals entstanden erstmals soziale Einrichtungen und Berufe wie Erzieher und Pfleger durch das geweckte Verantwortungsbewusstsein einzelner Protestanten wie Johann Hinrich Wichern, Friedrich von Bodelschwingh oder Wilhelm Löhe. Diakonissenmutterhäuser entstanden für die Ausbildung von evangelischen Kranken- und Armenfürsorgerinnen, wo Frauen auf ihr Berufsleben vorbereitet wurden. In einer dieser Ausbildungsstätte legten sie folgendes Versprechen ab:

„Was will ich?“ „Dienen will ich.“ 

„Wen will ich dienen?“ „Dem Herrn und seinen Elenden und Armen.“ 

„Und was ist mein Lohn?“ „Ich diene weder um Lohn noch um Dank, sondern aus Dank und Liebe! Mein Lohn ist, dass ich dienen darf.“ 

Dieses Grundverständnis von „Dienst“ als unentgeltliche, selbstlose Hingabe und Aufopferung entspricht kaum dem heutigen Wortgebrauch, der meist bezahlte Arbeit oder ein Amt beschreibt noch dem Selbstverständnis, dass wir hier von unserer ehrenamtlichen Arbeit haben. In einem Seminar über Ehrenamtlichenförderung habe ich gelernt, dass sie meisten Menschen sich heutzutage engagieren, um sich selbst zu entfalten, Interessen zu vertiefen, Fähigkeiten zu stärken und Berufserfahrung zu sammeln.  Weiterlesen

„Wir wollen aktive Glieder der Kirche werden“ – Begriffserklärung

Der zweite Satz im Späherziel lautet folgendermaßen: Wir wollen mit aller christlichen Jugend danach trachten, aktive Glieder der Kirche zu werden. 

Dieser Satz wird oft so verstanden, dass man sich in die örtliche Kirchengemeinde einbringen soll. Das ist natürlich grundsätzlich nicht falsch. In unseren Grundsätzen steht: „Der Anspruch Gottes bindet uns an den Nächsten und fordert unsere Antwort durch Mitarbeit in Kirche, Staat und Gesellschaft.“ Es wird ausgeführt, dass das zur Übernahme von Diensten und zu persönlichen Einsatz im Leben der Kirchengemeinden verpflichte. Doch was genau bedeutet das? Wie soll man denn „Gemeinde“ und „Kirche“ eigentlich verstehen?

Der Begriff „Kirche“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen, denn das Neue Testament wurde in dieser Sprache verfasst: „Kyriakos“ bedeutet „zu einem Herrn gehörend“. Das bedeutet, das Bekenntis und die Zugehörigkeit zu dem „Kyrios“ („Herrn“) Jesus Christus ist das Wesentliche Erkennungsmerkmal der Kirche. Mit dem Begriff „Kirche“ hat daher nicht wie heute ein Gebäude oder eine Institution beschrieben, sondern das Selbstverständnis einer Gruppierung von Menschen, die einen Glauben teilten. Weiterlesen

Sophias Bericht über ihren Späherlauf

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„Klatsch“, die Tür vom Auto knallt zu und wir fahren los. Allerdings fahren wir vom Stafükurs los, den wir fuhren von dort aus nach Bonn, kurz unser Gepäck packen für meinen Späherlauf. Von Bonn führen wir dann nach Erpel. Am Bahnhof von Erpel gingen wir los zur Erpeler Ley, jedoch gingen wir nicht den üblichen Weg, sondern querfeld ein, weil das kürzer war und ich mich entschloss Zeit zu sparen, weil es schon 15 Uhr war und ich die Schutzhütte noch im Hellen erreichen wollte. Auf dem Weg zur Erpeler Ley ging es steil bergauf und ich bereute es schon, die schwere warme Zunfthose angezogen zu haben. (Im Nachhinein war es allerdings eine gute Idee.) Auf der Erpeler Ley angekommen machte Jens Pause, während ich die ersten Aufgaben bearbeitete. Danach wanderten wir nach Unkel. Dort gingen wir umher, schnell fand ich das Willy Brandt Forum und notierte mir einige Stichworter, da ich nur an mein Zeichenpapier dran kam (was sich später als überaus nützlich darstellte)  und nicht an die Kladde. Weiterlesen

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