Svenjas Bericht über ihren Späherlauf
Am 5.5.2016 bin ich mit Mattes auf meinen Späherlauf gegangen. Wir sind in Euskirchen gestartet, wo ich erst einmal zu zwei Kirchen gegangen bin, um Teile davon in mein Kladde zu zeichnen (oder zumindest es zu versuchen..) Die nächste Station war die Hardtburg, über die ich ein Paar Sachen herausfinden und eine Skizze anfertigen sollte. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnen-schein hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Burg. Deshalb war es auch überhaupt nicht schlimm, dass sie an dem Tag geschlossen war und wir nicht rein konnten. Nach einer kurzen Pause sind wir weitergelaufen. Auf unserem Weg durch den Wald haben wir einen großen alten Friedhof mitten im Nichts entdeckt, mit einer großen Gruft und mehreren kleinen Grabsteinen mit alten adeligen Namen drauf. (Irgendwie gruselig aber auch cool).
Unser nächstes Ziel war die Burg Zievel. Was wir nicht wussten: Die Burg war von einem Golfplatz umgeben und nachdem wir uns zum Zeichnen und Pause machen auf eine Mauer gesetzt haben, kamen alle zwei Minuten irgendwelche alten Leute zu uns und haben uns gesagt, dass unser Platz ganz schrecklich „lebensgefährlich“ sei (nachdem Mattes schon fast von einem Ball getroffen wurde..^^). Weil wir keine Lust hatten an den feinen alten Leuten vorbeizulaufen, sind wir über einen kleinen Umweg weitergelaufen, diesmal unterwegs zur Burg Satzvey. Dort wurde gerade ein Mittelalterfest vorbereitet und es standen schon viele Zelte auf der Wiese neben der Burg. Als ich meine Aufgaben fertig hatte, haben wir uns auf der Karte einen Schlafplatz gesucht: Wir wollten zu den „Katzensteinen“, einer Felsengruppe, die tagsüber ein beliebtes Touristenziel ist. Kurz bevor wir dort angekommen waren, haben wir uns umentschieden, als wir in einem wunderschönen alten Steinbruch standen. Nachdem wir fertig auf den Felsen herumgeklettert waren und die Hardtburg aus Sand nachgebaut hatten, haben wir unsere Lok also im Sand aufgebaut und uns auf einem Feuer heißen Tee und Nudeln mit Tomatensoße gekocht. Nach einem gemütlichen Abend am Lagerfeuer haben wir uns schlafen gelegt.
Am nächsten Morgen (wir haben natürlich verschlafen..) sind wir nach dem Abbau direkt losgelaufen und ca. einen halben Kilometer weiter auf den Katzensteinen gab es Frühstück. Danach ging es weiter nach Kommern, wo wir das Freilichtmuseum besucht haben. Neben vielen interessanten Ausstellungen gab es eine große Halle mit nachgebauten Häusern, in und vor denen unendlich viele Puppen standen und saßen! Das in Kombination mit der Dunkelheit war mir zu viel und (beim zweiten Anlauf) bin ich schreiend und an Mattes‘ Arm festgekrallt durch gerannt. (Ja, er hat mich ausgelacht..) Als wir mit dem Museum fertig waren, haben wir unsere Rucksäcke abgeholt, die wir zum Glück am Eingang stehen lassen durften. Dann haben wir uns über Mechernich wieder auf dem Heimweg gemacht. Zuhause hat meine Mutter mit dem Abendessen auf uns gewartet 🙂
Für mich war dieser Lauf eine gute Möglichkeit, darüber nachzudenken, was es heißt, Späher zu werden und was ich erreichen möchte oder vielleicht sogar schon erreicht habe. Abgesehen davon hatte ich eine mega schöne Zeit (Danke, Mattes!) und habe mich gefreut, einfach mal kurz aus dem Alltag raus zu kommen. Ich würde den Lauf jederzeit gerne wiederholen! Danke fischi, für deine Mühe beim vorbereiten!
Gut Pfad, Svenja
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